RECUP Mehrwegbecher-Pfandsystem

Produktinformationen des Unternehmens:

RECUP ist die nachhaltige Alternative zum Einwegbecher und das erste flächendeckend einsetzbare Pfandsystem für Coffee-to-go. Wichtig ist den beiden Gründern Fabian Eckert und Florian Pachaly seit Beginn, dass mit ihrem Pfandsystem die „Coffee-to-go-Philosophie“ weitergelebt wird: Verfügbar, bequem und einfach – aber eben ressourcenschonend und mit gutem Gewissen!

Mit mittlerweile knapp 40 Mitarbeitern in München und über 5000 Ausgabestellen in Form von Partner-Cafes, -Bäckereien, -Kiosken und -Tankstellen, arbeitet RECUP an der bundesweiten Erweiterung des Systems.

Die Mission: RECUP bietet ein innovatives und nachhaltiges Mehrwegbecher-Pfandsystem an, welches den Anspruch hat, sowohl Kaffeeanbietern als auch KaffeegenießerInnen eine unkomplizierte, attraktive und vor allem nachhaltige Alternative zum Einwegbecher bereitzustellen.

Die Vision: Das Coffee-to-go-Geschäft zu revolutionieren und den Kaffee im Einwegbecher für immer von der Bildfläche verschwinden zu lassen!

PROBLEM UND LÖSUNG

Coffee-to-go ist ein beliebtes Lifestyleprodukt – bei der Ökobilanz zeigt sich aber, dass die damit verbundenen Einwegbecher ein echtes Problem für die Umwelt sind: Laut einer Studie des Bundesumweltamtes (2019) werden alleine in Deutschland jährlich 2,8 Milliarden Coffee-to-go-Einwegbecher verbraucht – das sind 5.300 Becher pro Minute! Diese bestehen außen zwar aus Papierfasern, sind auf der Innenseite jedoch mit Kunststoff beschichtet, was das Recycling fast unmöglich macht und für Kommunen hohe Entsorgungskosten mit sich bringt. Um dieser Ressourcenverschwendung langfristig entgegenzuwirken, hat RECUP als erstes Unternehmen ein innovatives Mehrweg-Pfandsystem entwickelt, das flächendeckend Einwegbecher durch Pfandbecher ersetzt und damit einen nachhaltigeren Konsum von Coffee-to-go ermöglicht.

In Zahlen: Allein in Deutschland werden jährlich 2,8 Mrd. Einwegbecher allein für Heißgetränke verbraucht. Das bedeutet 111.000t CO​2 A​usstoß, 43.000 gefällte Bäume, 40.000t Abfall, 1,5 Mrd. Liter Wasserverbrauch, 320 Mio. kWh Strom, 3.000t Rohöl.

WIE FUNKTIONIERT RECUP?

Inspiriert ist RECUP durch das deutsche Pfandsystem. Die Idee von „Pfand“ ist ein bereits vertrautes, erfolgreiches Konzept in Deutschland, welches RECUP auf Kaffeebecher adaptiert. Das RECUP-Pfandsystem basiert auf recyclebaren Pfandbechern, den sogenannten RECUPs. Jeder einzelne RECUP kann bis zu 1000 mal genutzt werden und ersetzt somit ca. 1000 Einwegbecher.

Das Unternehmen selbst finanziert sich nicht über den Becherverkauf, sondern über eine Systemgebühr der Partner, die auf diese Weise dazu beitragen, das Pfandsystem nachhaltig zu erhalten.

Wie funktioniert RECUP für die verschiedenen Akteure?

Für KaffeegenießerInnen:

KaffeegenießerInnen bestellen ihren Kaffee bei einem der Partner im RECUP und hinterlegen 1€ Pfand für den Becher. Um das Pfand zurückzuerhalten, können leere Becher deutschlandweit bei allen RECUP-Partnern wieder abgeben werden. Die Becher werden vor Ort gereinigt und anschließend wieder im System zurückgeführt. Alle teilnehmenden Partner und der Weg zur nahegelegensten Ausgabestelle lassen sich jederzeit über die kostenlose RECUP-App oder unter app.recup.de einsehen.

Für Kaffeeanbieter:

Kaffeeanbieter registrieren sich online bei RECUP, werden so Teil des marktführenden Mehrweg-Becher-Pfandsystems und können sich danach kostenlos die RECUPs gegen 1 € Pfand pro Becher von RECUP leihen. Auf diese Weise stellen die Becher einen durchlaufenden Posten für die Kaffeeanbieter dar, da sie flexibel geliehen und wieder bei RECUP zurückgegeben können werden. Die eigene Plattform für Partner macht das System einfach in der Handhabung und bildet Raum für einen direkten Austausch mit RECUP. Für die Partner fällt eine Systemgebühr an, die die Verlinkung in der App, die Bereitstellung der Becherlogistik sowie die Nutzungsrechte beinhaltet. RECUP ist für Kaffeeanbieter leicht umsetzbare Nachhaltigkeit, die durch den Einsatz von RECUP-Pfandbechern gleichzeitig die Kosten für Einwegbecher einspart.

Für Städte- und Regionalpartner:

Städte, Regionen, Gemeinden und Kommunen können in enger Zusammenarbeit mit RECUP die Einführung des Pfandsystems in einem gemeinsam vereinbarten Zielgebiet umsetzen. Dabei übernimmt der Städtepartner die Schirmherrschaft und RECUP begleitet die nachhaltige Etablierung des Systems in beratender Funktion, sowie aktiv bei der Umsetzung von Vertriebs- und Marketingmaßnahmen. Städtepartnern bietet der Anschluss an ein deutschlandweit etabliertes Pfandnetz eine effektive und innovative Lösung zur Abfallvermeidung, welche die Entsorgungskosten für Einwegmüll einspart. Außerdem gehen Städte und Regionen durch das langlebige Bechermaterial, welches zu 100% recycelbar ist, auch langfristig einen großen Schritt in Richtung Nachhaltigkeit.

GRÜNDUNGSGESCHICHTE

Die Idee für ein Pfandsystem hatten Fabian und Florian unabhängig voneinander im Studium – beide störte der unverhältnismäßig hohe Verbrauch von Einwegbechern. Um eine flächendeckende Variante des Systems testen zu können, starteten Florian und Fabian gemeinsam im November 2016 zunächst ein Pilotprojekt in Rosenheim. Das System kam bei den 26 Testpartnern gut an und so folgten im Mai 2017 bereits 50 weitere Partner in München. Mittlerweile gibt es RECUP bundesweit an über 5000 Ausgabestellen unter anderem auch in Berlin, Köln, Hamburg, Frankfurt, Bonn, Leipzig, Stuttgart, Rostock, Oldenburg, Wasserburg, Ludwigsburg, Allgäu, Bodensee, Augsburg, Kreis Schwäbisch Hall, Sylt, Heidelberg, Nürnberg, Wolfsburg, Greifswald, Landkreis Ravensburg, Ostfriesland, Region Ulm, Böblingen, Rügen-Stralsund und Usedom. Weitere Städte und Regionen sind in der Vorbereitung. Neben der Etablierung eines flächendeckenden Pfandsystems ist es das Ziel von RECUP, dazu anzuregen, das allgemeine Konsumverhalten zu überdenken und nachhaltiger zu gestalten - auch über Coffee-to-go hinaus. In diesem Jahr startet das Unternehmen zusätzlich mit der REBOWL auf dem deutschen Markt und bietet damit zusätzlich ein zirkuläres Pfandsystem für Mehrwegschalen als Alternative für Einwegverpackungen im Bereich Take-away, Delivery und Convenience Food an.

 

Vorteile für Umwelt und Gesundheit

  1. abfallvermeidend
  2. ressourcenschonend