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Schon gewusst ... dass der Blaue Engel auch Mehrwegbecher zertifiziert?

Schon gewusst ... dass der Blaue Engel auch Mehrwegbecher zertifiziert?

Laut Statistik hat jeder schon mal einen Coffee-to-go aus einem Einwegbecher getrunken – und das leider nicht nur einmal. Die Deutschen nutzen für Heißgetränke jährlich 2,8 Milliarden Einwegbecher (davon 1,2 Mrd. To-go-Becher), das entspricht 34 Bechern pro Kopf. Oft landen die Becher samt Plastikdeckel nach kurzem Gebrauch in der Umwelt, weil sie achtlos weggeworfen werden oder aus überquellenden Mülleimern fallen. Laut dem Umweltbundesamt gehören Einwegbecher zudem zu den zehn kunststoffhaltigen Einwegprodukten, die am häufigsten an europäischen Stränden und in europäischen Meeren gefunden werden. Und als wäre das nicht bereits genug, füllen alleine die kunststoffbeschichteten Pappbecher, klassische „Coffee-to-go“-Becher, pro Jahr acht Millionen typischer Stadt-Mülleimer. Das sind 400 000 m³ und entspricht in etwa dem Füllvolumen des Kölner Doms! Hier sind die Kosten für die verbrauchten Ressourcen und den Energieaufwand in der Produktion noch gar nicht einberechnet. Die Alternative ist aber ganz einfach: Mehrwegbechersysteme sind langlebiger und hinterlassen weniger Müll – und es gibt sie ausgezeichnet mit dem Blauen Engel.

Zeit für Mehr(weg)!


Das Ziel des Umweltzeichens für Mehrwegbechersysteme ist es, Einwegbecher zu reduzieren und umweltverträgliche Mehrwegbechersysteme zu stärken. Die Kriterien beinhalten sowohl Anforderungen an die Becher selbst als auch an die Anbieter.

Bei der Herstellung der Mehrwegbecher und -deckel müssen u. a. umwelt- und gesundheitsbelastende Materialien vermieden werden. Um das Abfallaufkommen nicht zu erhöhen, müssen die Becher ein „werkstoffliches Recycling“ ermöglichen. Dies bedeutet, dass Kunststoffbecher nur aus sortenreinem Kunststoff ohne Beschichtung mit anderen Materialien hergestellt werden dürfen. Außerdem müssen die Becher mindestens 500 Spülzyklen standhalten. Alle Becher und Deckel müssen am Ende ihrer Lebensdauer zurückgenommen und einer werkstofflichen Verwertung zugeführt werden.

Die Mehrwegbechersystem-Anbieter müssen nachweisen, dass ihr Logistikkonzept zur ökologischen Optimierung von Transportwegen und von Transportfahrzeugen beiträgt. Zudem muss ein Pfand auf Becher und Deckel gefordert werden. Nicht zuletzt müssen die Anbieter sich verpflichten, die „Guten Regeln“ für den Heißgetränke-Ausschank einzuhalten: Kundinnen und Kunden sollen immer erst der Mehrwegbecher und -deckel angeboten werden oder kundeneigene Becher befüllt werden.

Die mit dem Blauen Engel zertifizierten Mehrwegsysteme to-go für Getränke (DE-UZ 210) bringen folgende Vorteile für die Umwelt und Gesundheit:

  • Weitgehende Vermeidung umwelt- und gesundheitsbelastender Stoffe
  • Reduzierung von Abfall
  • Ressourcenschonung

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Janine Braumann