"ATAIR", IMO-Nr. 9835496

Produktinformationen des Unternehmens:

Vermessungs-, Wracksuch- und Forschungsschiff ATAIR
Unterscheidungssignal: DBBI
Indienststellung: 14.09.2020
Vermessung: BRZ 3134
Länge: 75,00 m, Breite: 16,80 m
Tiefgang: 5,00 m
Geschwindigkeit: 13 kn
Gesamtmaschinenleistung: 3100 kW
Besatzung: 18 Personen
15 Plätze für wissenschaftliches Personal

Aufgaben

Die neue ATAIR wird die Aufgaben der bisherigen ATAIR übernehmen. Dazu gehören die Seevermessung und die Wracksuche. Zusätzlich wird es meereskundliche Messfahrten wie zum Beispiel die jährliche Sommeraufnahme durchführen, für die das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie bisher jährlich ein Forschungsschiff charterte. Die ATAIR wird in Nord- und Ostsee sowie im Nordostatlantik unterwegs sein. Als Forschungsschiff ist die ATAIR ein fahrendes wissenschaftliches Labor und übernimmt Aufgaben unter anderem in der Geologie, der Ozeanographie und in der Entwicklung und Prüfung von technischen Schiffsausrüstungen. Die ATAIR wird künftig auch im Einsatz sein, wenn neue Technologien zum Beispiel im Bereich von E-Navigation und smart shipping entwickelt und geprüft werden.

LNG-Antrieb

Die ATAIR wird das erste Forschungsschiff mit LNG-Antrieb sein. Weltweit werden zurzeit 190 Schiffe mit LNG angetrieben. Dieses Behördenschiff ist weltweit das erste Schiff für Spezialaufgaben, für dessen Antrieb verflüssigtes Erdgas (LNG) verwendet wird. Im Vergleich zu einem dieselkraftstoffbetriebenen Schiff verringert sich bei einem LNG-betriebenen Schiff der CO₂-Ausstoß um rund 20 %. Die Abgabe von Schwefeldioxid verringert sich um 90 %, die Abgabe von Stickoxiden um rund 80 %. Feinstaub fällt so gut wie überhaupt nicht an. Mit einem 130 großen LNG-Tank kann das Schiff zehn Tage allein mit LNG-Antrieb fahren. Für den ebenfalls möglichen Dieselbetrieb (dual fuel) wird ausschließlich hochwertigstes Gasöl mit einem Schwefelgehalt unter 0,1 % verwendet.

Der Ersatzbau der ATAIR erfüllt neben den Abgasvorschriften gemäß Tier III der Weltschifffahrtsorganisation (IMO) auch die Vorschriften der EPA, deutsch: Umweltschutzbehörde Tier IV (USA) hinsichtlich der Rußpartikel.

Die Unterwassergeräusche des Schiffs sind optimiert (DNV SILENT Class Notation – SILENT R). Damit werden gleichzeitig die Meeresumwelt geschützt und optimale Bedingungen für wissenschaftliche Arbeiten an Bord gewährleistet.

Vorteile für die Umwelt

  1. umweltfreundliches Schiffdesign

 

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