Umweltzeichen mit Geschichte

Das Umweltzeichen wurde 1978 auf Initiative des Bundesministers des Inneren und durch den Beschluss der Umweltminister der Länder ins Leben gerufen. Seitdem ist der Blaue Engel ein marktbasiertes, freiwilliges Instrument der Umweltpolitik. Der wissenschaftliche, ganzheitliche Ansatz sowie seine Unabhängigkeit durch die breite Beteiligung der Fach- und Verkehrskreise und der Jury Umweltzeichen legen den Grundstein für das Vertrauen, welches ihm die Verbraucherinnen und Verbraucher entgegenbringen.

Die Standards des Blauen Engel sind eine klare Orientierung für Hersteller und Handels­unternehmen, wenn sie die Umweltbilanz ihrer Produkte und Dienstleistungen verbessern wollen. Verbraucherinnen und Verbraucher können sich bei ihrer Kaufentscheidung am Blauen Engel orientieren und sich bewusst für die bessere umweltfreundliche Alternative entscheiden.

2013 feierte der Blaue Engel sein 35jähriges Jubiläum. Er hat eine Vielzahl umwelt- und verbraucher­politischer Erfolge erzielt und ist zu einer anerkannten Marke mit hohem Orientierungs­wert geworden: 92% der Befragten ist der Blaue Engel bekannt. 37% der Befragten erklären, dass das Umweltzeichen einen Einfluss auf ihre Kaufentscheidung hat (Umweltbewusstseinsstudie 2014).

Markenbekanntheit Blauer Engel

Der Blaue Engel war Vorbild für die Norm  ISO 14024 – ein internationaler Standard an dem sich heute viele neue Umweltzeichen weltweit orientieren. Umweltzeichenprogramme, die nach ISO 14024 arbeiten (so genannte TYP I Umweltzeichen), erfüllen hohe Ansprüche hinsichtlich des Anspruchsniveaus und der Relevanz der Kriterien sowie der Unabhängigkeit, der Kontrolle und Transparenz des Entwicklungs- und Vergabeprozesses.

Außerdem kann  der Blaue Engel auch immer wieder im Vorgriff auf gesetzliche Regelungen Veränderungen anstoßen. Bevor Umweltprobleme gesetzlich geregelt werden, kann das Umweltzeichen freiwillige Standards setzen und gibt Unternehmen somit die Möglichkeit, ihre Vorreiterrolle zu kommunizieren.