Recyclingpapier bei Kommunen und Hochschulen immer beliebter

Oktober 2019 //

Bundesministerin Svenja Schulze hat am 22.10.2019 im Bundesumweltministerium in Berlin die Gewinner des Papieratlas 2019 für die vorbildliche Nutzung von Recyclingpapier ausgezeichnet. Aus dem Städtewettbewerb gehen Oldenburg als „Recyclingpapierfreundlichste Stadt“ und Karlsruhe als „Aufsteiger des Jahres“ hervor.

Recyclingpapier bei Kommunen und Hochschulen immer beliebter
Alle ausgezeichneten Kommunen und Hochschulen des Papieratlas 2019 mit Bundesumweltministerin Svenja Schulze, Foto: Foto Kirsch

Bonn erhielt eine Sonderauszeichnung für herausragendes Engagement seit nunmehr zehn Jahren. Beim Landkreiswettbewerb konnten sich die Kreise Höxter und Ahrweiler durchsetzen. Beide Auszeichnungen des Hochschulwettbewerbs gingen an die Technische Universität Kaiserslautern. Der von der Initiative Pro Recyclingpapier (IPR) und ihren Partnern vorgestellte Papieratlas 2019 zeigt eine Rekordbeteiligung und erneut gestiegene Recyclingpapierquoten.

Erstmals beteiligen sich über 180 Kommunen und Hochschulen am Papieratlas. Die 102 Groß- und Mittelstädte verwenden durchschnittlich 89 Prozent Recyclingpapier mit dem Blauen Engel und stellen damit eine neue Bestmarke auf. Der Landkreiswettbewerb macht im zweiten Jahr seines Bestehens mit 36 Teilnehmern und 79 Prozent einen großen Sprung. Auch die 45 Hochschulen brechen erneut ihren Rekord und erreichen erstmals eine durchschnittliche Recyclingpapierquote von über 70 Prozent.

Neben dem Papierverbrauch und den Recyclingpapierquoten bildet der Papieratlas die ökologischen Einspareffekte aller Teilnehmer ab: Durch die Nutzung von Recyclingpapier sparen sie gemeinsam rund 530 Millionen Liter Wasser und 110 Millionen Kilowattstunden Energie.

Der Papieratlas wurde 2008 von der IPR ins Leben gerufen, um mittels eines positiven Wettbewerbs die Verwendung von Recyclingpapier mit dem Blauen Engel in den Städten voranzubringen. Seit 2016 können sich Hochschulen und seit 2018 auch Landkreise an eigenen Wettbewerben beteiligen. Partner sind das Bundesumweltministerium, das Umweltbundesamt, der Deutsche Städtetag, der Deutsche Städte- und Gemeindebund, der Deutsche Landkreistag sowie der Deutsche Hochschulverband.


Der Blaue Engel für Recyclingpapier

Recyclingpapier ist heute fast so weiß wie Frischfaserpapier und eignet sich für nahezu jede Anwendung, sei es als Druck-, Kopier- oder als Schreibpapier.

Der Blaue Engel legt zusätzlich die Gebrauchstauglichkeit des Papiers (DIN EN 12281) sowie die Alterungsbeständigkeit (DIN 6738, LDK 24-85) fest. Diese DIN-Normen stellen sicher, dass Recyclingpapier mit dem Blauen Engel einwandfrei in Druck- und Kopiergeräten verwendet und ohne Qualitätseinbußen archiviert werden kann.

Der Blaue Engel - das Umweltzeichen der Bundesregierung seit 1978 - garantiert, dass die Papierfasern zu 100 % aus Altpapier gewonnen werden. Das schont die Wälder, denn es muss kein einziger neuer Baum gefällt werden. Wertvoller Lebensraum für Tiere und Pflanzen bleibt erhalten. Auch in Sachen Ökobilanz ist 100 % Recyclingpapier vorteilhaft: Seine Herstellung spart circa 70% Wasser und 60% Energie gegenüber Frischfaserpapier. Der Blaue Engel garantiert zudem, dass dem Papier bei der Herstellung keine schädlichen Chemikalien oder optischen Aufheller zugesetzt werden.