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CEBIT: Blauer Engel und Siemens Enterprise
Communications wollen grünere Büros

Fast die Hälfte aller Erwerbstätigen in Deutschland verdienen ihr Geld mit Büro-Arbeit. Für diese rund 17 Millionen Männer und Frauen ist ein umweltverträglicher und gesundheitsschonender Arbeitsplatz wichtig: Für das Wohlbefinden der Mitarbeiter und für die Umwelt.

Bundeskanzlerin Angela Merkel und Edda Müller, stellvertretende Vorsitzende der Jury Umweltzeichen, lassen sich von Martin Kinne, General Manager Deutschland von Siemens Enterprise Communications, auf der CeBIT den Blauen Engel für Voice Over IP-Telefone erklären.
Bundeskanzlerin Angela Merkel und Edda Müller, stellvertretende Vorsitzende der Jury Umweltzeichen, lassen sich von Martin Kinne, General Manager Deutschland von Siemens Enterprise Communications, auf der CeBIT den Blauen Engel für Voice Over IP-Telefone erklären.
06. März 2012.

"Mit einer Auswahl von rund 80 verschiedenen Office-Produkten - vom Voice over IP-Telefon über Büromöbel bis hin zur Wandfarbe - ist der Blaue Engel die einfache und richtige Entscheidung. Eine auf Klima und Gesundheit ausgerichtete Beschaffung spart den Unternehmen Geld, verringert das Risiko von Erkrankungen aufgrund von Innenraumbelastungen und schützt die Umwelt", so Prof. Edda Müller, stellvertretende Vorsitzende der Jury Umweltzeichen, auf der CeBIT. Das staatlich verankerte Umweltzeichen ist ein mehrdimensionales Label, dessen Kriterien ebenso die Auswirkungen auf die Umwelt als auch auf den Menschen in den Fokus nehmen. Seit 2009 ist der Blaue Engel auch das Klimaschutzzeichen des Bundesumweltministeriums.

Wie ein umweltfreundliches und gesundes Büro ausgestattet ist, zeigt der Blaue Engel gemeinsam mit Siemens Enterprise Communications im Bereich „A day in the life.“ am Stand des Unternehmens in Halle 13 / D 38.

Hohe Umwelteffekte und CO2-Einsparungen
Welche Mengen an CO2 eingespart werden können, zeigen die mit dem Blauen Engel ausgezeichneten Voice over IP-Telefone der Open-Stage-Familie von Geschäftskommunikations-Marktführer Siemens Enterprise Communications, von denen einige Millionen an Arbeitsplätzen weltweit installiert sind und dort rund 50 Prozent Strom gegenüber herkömmlichen Geräten einsparen. Auch hier gilt: der Blaue Engel betrachtet immer mehrere Kriterien. Neben einem besonders geringen Stromverbrauch müssen die verwendeten Materialien strenge Schadstoffanforderungen – das Display ist beispielsweise quecksilberfrei –, eine besonders lange Lebensdauer sowie eine hohe Recyclingquote erfüllen.

Der gesamte Umweltverbrauch von vielen Millionen Arbeitsplätzen ist enorm, bedenkt man wie viele Stunden Computer laufen, wie häufig Drucker drucken oder Telefone klingeln – und das an durchschnittlich 251 Arbeitstagen im Jahr. Entsprechend ist das Einsparpotenzial sehr groß. Wenn nur noch Arbeitsplatzcomputer, Notebooks und Bildschirme mit dem Blauen Engel zum Einsatz kämen, so könnte in deutschen Büros pro Jahr zwischen 1,64 und 2,59 Terawattstunden (TWh) Strom eingespart werden. Jährlich 0,9 bis 1,5 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente ließen sich vermeiden. (Quelle Öko-Institut, Berechnung nach GEMIS 4.7)

Neben dem Einsatz von Geräten am einzelnen Arbeitsplatz, gehören Server und Rechenzentren mit jährlich mehr als 9,1 TWh zu den größten Stromverbrauchern im Geschäftsbereich. Dank der immer stärkeren Nutzung zentraler IT-Ressourcen, der starken Zunahme von Cloud Computing sowie der Nutzung sozialer Netzwerke wird der Verbrauch in den nächsten Jahren noch deutlich zunehmen. Energieeffiziente IT-Anlagen könnten schon heute etwa die Hälfte des Stroms einsparen, wenn sie den Energieverbrauch ihrer Informationstechnik, die Klimatisierung und andere Rechenzentrumsinfrastruktur kontinuierlich messen und daraus Energiesparmaßnahmen ableiten. Genau hier setzt der Blaue Engel an und zeichnet Unternehmen aus, die eine langfristige Strategie zur Erhöhung der Energie- und Ressourceneffizienz ihres Rechenzentrums in Bezug auf die zu erbringende IT-Dienstleistung verfolgen sowie ein regelmäßiges Monitoring zur Optimierung des Rechenzentrumsbetriebes durchführen.

Standby macht Büros zu Stromfressern
Elektrische Geräte aller Art, ob zuhause oder im Büro, gehören zu größten Stromfressern überhaupt. Vier Milliarden Euro kostet allein in Deutschland der Stromverbrauch durch Leerlaufverluste. Auch hier setzt der Blaue Engel klare Maßstäbe - ohne einen leicht erreichbaren An- oder Ausschalter oder einen geringen Standy-Verlust keinen Blauen Engel. Besser noch: Bürogeräte - egal ob PC, Drucker oder Monitor - über Master-Slave-Steckerleisten mit dem Blauen Engel steuern. Wird das Hauptgerät ausgeschaltet, etwa der Computer, werden auch gleich alle anderen mit angeschlossenen Geräte vom Netz getrennt.

Mit Druckern den Druck von Klima und Gesundheit nehmen
Bei Druckern, Multifunktionsgeräten und Kopierern gilt der Blaue Engel als branchenweite Qualitäts-Benchmark. Gerade lärmgeplagte Mitarbeiter profitieren von Geräten mit dem Umweltzeichen. Der leise Betrieb, der Schutz vor den Emissionen flüchtiger organischer Verbindungen (VOC) sowie Staub und in Zukunft auch die Begrenzung der Partikelemission sind gleichberechtigte Kriterien, die ein Gerät neben dem energieeffizienten Betrieb erfüllen muss. Gedruckt wird dabei auf Blauer Engel-Papier aus 100 Prozent Altpapier. Im Vergleich zum Frischfaserpapier sparen schon drei solcher A4-Blätter die Menge Energie und Wasser, die zum Kochen einer Kanne Kaffee ausreichen würde.

Dicke Luft durch Tisch und Stuhl
In keinem anderen Zimmer halten sich die meisten Menschen häufiger auf als im Büro. Der Büro-Alltag ist dabei häufig bestimmt durch ein mit Geräten und Möbeln ausgestattetes Büro, indem Schadstoffe die Luft belasten, Lärm die Konzentration erschwert und zu Stresssymptomen führen kann. Gute Arbeitsbedingungen erhöhen nicht nur die Motivation der Mitarbeiter, sondern sind auch volkswirtschaftlich wichtig. Gut für jeden Büroarbeiter, wenn er weiß, dass nicht nur seine Bürom.bel den Blauen Engel tragen, sondern auch die verwendeten Wand- und Bodenbeläge. Dann ist zum Beispiel klar, dass diese nicht nur ergonomisch sind, sondern auch frei von Formaldehyd und schädlichen Lösungsmitteln und Weichmachern.

Mit jeder Beschaffung das Büro grüner machen
Die Informations- und Kommunikationstechnik verursachte in Deutschland im Jahr 2007 rund 33 Millionen Tonnen Kohlendioxid(CO2)-Emissionen – mehr als der gesamte innerdeutsche Luftverkehr. Ein Großteil davon entsteht am Schreibtisch. Dabei spielen mehr Stromverbraucher als nur PC und Laptop eine Rolle: Monitore, TV-Geräte, Mediaplayer, Beamer, Telefone, Handys, Drucker, Kopierer, Router. Millionen Geräte, die alle Jahre wieder neu angeschafft werden. In Blauer Engel-Denkweise sind das Millionen Gelegenheiten, die Stromkosten und damit auch den CO2-Austoß zu senken und die Büroangestellten vor gesundheitsschädlichen Materialien oder Emissionen zu schützen.

Zurzeit gibt es 13.000 Blauer Engel-Produkte von rund 1.250 Unternehmen in 120 verschiedenen Produktgruppen. Nur die aus Umweltsicht besten Waren und Dienstleistungen einer Produktgruppe erhalten den Blauen Engel. Unabhängigkeit und Glaubwürdigkeit garantieren die Jury Umweltzeichen, das Bundesumweltministerium, das Umweltbundesamt und die RAL gGmbH. Mitglieder der Jury Umweltzeichen sind BDI, BUND, DGB, HDE, NABU, vzbv, ZDH, Stiftung Warentest, Medien, Kirchen, Wissenschaft, der Deutsche Städtetag und Bundesländer.

Download "Übersicht Office-Produkte mit dem Blauen Engel"
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Der Blaue Engel im Internet: www.blauer-engel-produktwelt.de
Der Blaue Engel bei Facebook: www.facebook.com/blauerengel

Herausgeber
Jury Umweltzeichen
Geschäftsstelle beim Umweltbundesamt
Postfach 1406
06813 Dessau
Tel.: +49 (0)340 2103 - 3705
Fax: +49 (0)340 2104 - 3705

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